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16.03.2016 Mitgliederinformation 20 0

Mit PARSIFAL zum Erfolg

Elefant Racing e.V. geht in der Saison 2016 mit neuem Rennwagen an den Start

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Elefant Racing e.V., Bayreuth: Der Neue von Elefant Racing: FR16 Parsifal

Die Spannung war groß und am Donnerstag, 21. Januar 2016, war es so weit: Elefant Racing e.V. präsentierte zum Ende der Konstruktionsphase erste Bilder und technische Daten seines diesjährigen Rennwagens, des FR16 Parsifal.

Als Gäste konnte das Team Sponsoren, befreundete Teams und Alumni an der Universität Bayreuth begrüßen, die sich allesamt vom Design des „Neuen“ beeindruckt zeigten und es sich nicht entgehen lassen wollten, einen Vorgeschmack auf den FR16 Parsifal zu erhalten. Einer breiten Öffentlichkeit wird „Parsifal“ im Sommer beim Rollout erstmals vorgestellt.

Beginnend mit einer Präsentation, stellten die einzelnen Leiter der Teams „Electric“, „Mechanics“ und „Vehicle Dynamics“ die vielseitigen Baugruppen des Fahrzeugs vor. Doch was verbirgt sich hinter dem Projekt Elefant Racing?

Der Verein Elefant Racing wurde im Frühjahr 2004 von 16 Studenten gegründet. Der Name Elefant entstand aus einem kleinem Wortspiel: Das Büro des Teams und auch der Lehrstuhl, der den Verein betreut, befinden sich an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften der Universität Bayreuth, kurz FAN, welcher mit dem Namen EleFANt Racing gebührend Tribut gezollt wird.

Ziel des Projektes ist es, neben der Konstruktion eines Formula-Student-Rennwagens und der Teilnahme an Formula-Student-Events wie der Formula Student Germany, Praxisbezug auf dem Gebiet der Ingenieurswissenschaften zu schaffen und den Zusammenhalt zwischen den Studiengängen durch Wissensaustausch und Zusammenarbeit zu fördern.

Wie erfolgreich diese Ziele umgesetzt werden, erkennt man beispielsweise an den Ergebnissen der letztjährigen und bis jetzt erfolgreichsten Saison des Teams: Bei der Formula Student Germany und der Formula Student Austria konnte jeweils der 7. Platz, bei der Formula Student Czech sogar der erste Platz in der Wertung für Elektrofahrzeuge erreicht werden. Außerdem bekam das Team in Hockenheim auch den Preis für das energieeffizienteste Elektrofahrzeug verliehen.

Der Verein besteht aus vier Teams.

Das Unterteam „Vehicle Dynamic“s ist u.a. für die Ausarbeitung des Fahrwerks, der Lenkung, der Radeinheit, aber auch der Wahl des richtigen Reifens zuständig. So fällt beispielsweise die Entscheidung, dieses Jahr Traktion und Kurvengeschwindigkeiten durch einen breiteren Reifen zu erhöhen, in den Verantwortungsbereich dieses Teams.

Das „Electric-Team“ ist für die komplette Elektronik im Fahrzeug verantwortlich, sei es etwas Naheliegendes wie der Akku des Fahrzeugs, der dieses Jahr verbessert werden konnte, oder auch noch fortgeschrittenere Baugruppen wie der Bordcomputer und Fahrassistenzsysteme.

Das dritte technische Team, „Mechanics“ ist verantwortlich für Baugruppen wie Antriebsstrang, Motor- und Akkukühlung, Monocoque und das Aerodynamikpaket, welches in dieser Saison zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte realisiert werden kann.

Das einzige nicht-technische Unterteam des Vereins, das“ Businessteam“, kümmert sich um alles was nebenbei anfällt, wie die Organisation von Events, Anfragen für Sponsorings und den Außenauftritt des Vereins.

Die Gründe, sich in diesem Projekt zu engagieren sind vielfältig und reichen vom Sammeln von ersten Praxiserfahrungen, gleichermaßen für Ingenieurs- wie auch Wirtschaftswissenschaften, über den Spaß am Projekt und das Knüpfen von Freundschaften bis hin zum Ehrgeiz, einen tollen Formula-Student-Rennwagen zu bauen, mit dem man auf den Events gut abschneiden kann.

Eine Saison verläuft stets ähnlich, doch ist sie jedes Jahr aufs Neue spannend und fordert die Aufmerksamkeit aller Beteiligten: Saisonbeginn ist im September und es werden wie bereits beschrieben, verschiedene Fahrzeugkonzepte evaluiert. Hierbei spielen Probleme mit dem letztjährigen Konzept, sowie Ideen, die während der Saison gesammelt wurden, eine große Rolle. In der dann folgenden Konstruktionsphase wird bis Dezember oder spätestens Januar ein CAD-Modell des Fahrzeugs erstellt, welches in der Fertigungsphase bis Mai gefertigt wird. Bevor ein Fahrzeug an den Start geht, wird es natürlich ausreichend getestet.

Die erste Station, bei der sich zeigen wird, wie konkurrenzfähig der FR16 Parsifal sein wird, ist die FS Austria in Spielberg Anfang August.


Johanna Aulbach
info@elefantracing.de | www.elefantracing.de