Junge Leute beim Lernen
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10.09.2015 Mitgliederinformation 15 0

Erfolgreiches Schulprojekt

Bayreuther Schülerinnen und Schüler entwickeln USB-Solar-Ladegerät

Schülerinnen und Schüler für neue technische Entwicklungen zu begeistern und ihnen Möglichkeiten zu bieten, eigene Ideen unter fachkundiger Betreuung umzusetzen – dieses Ziel verfolgt die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth mit wachsender Resonanz, u. a. unterstützt vom VDE Nordbayern.

Am 30. Juli 2015 wurde hier der erfolgreiche Abschluss einer regionalen Begabtenförderung für dieses Schuljahr gefeiert, die vor zwei Jahren in enger Kooperation mit dem Graf-Münster-Gymnasium, Bayreuth, von Prof. Dr.-Ing. Gerhard Fischerauer am Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik gestartet wurde. Thomas Ebersberger, Zweiter Bürgermeister der Stadt Bayreuth, und Dipl.-Ing. Karl Fleischer, Leiter der VDE Zweigstelle Bayreuth, waren gekommen, um die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Fachlehrer des Graf-Müns-ter-Gymnasiums willkommen zu heißen und zu ihrer engagierten Mitarbeit zu beglückwünschen. Ebenso nahm Oberstudiendirektor Rolf Müller an der Veranstaltung teil, der als Schulleiter des Graf-Münster-Gymnasiums (GMG) das Projekt vorangetrieben hatte.

2013 erhielten technikinteressierte Schüler des GMG erstmals die Möglichkeit, in den ingenieurwissenschaftlichen Laboratorien der Universität Grundlagen der Solartechnik kennenzulernen. Einige von ihnen hatten bereits im Rahmen von „Jugend forscht“ eigene Forschungsideen entwickelt. Mit Unterstützung ihrer Schulleitung konnten sie sich zwei Stunden pro Woche auf dem Universitätscampus als Nachwuchsforscher betätigen. Dabei wurden sie insbesondere von Dipl.-Ing. Ralf Stöber seitens des Lehrstuhls für Mess- und Regeltechnik und von Studiendirektor Konrad Deschler seitens der Schule fachlich und pädagogisch betreut.

Der VDE und der VDI, die beiden führenden Fachverbände für das Ingenieurwesen in Deutschland, förderten diese Initiative von Anfang an. Bereits ein Jahr nach dem Start war der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberfranken von dem Projekt überzeugt und schloss es in die regionale Begabtenförderung oberfrankenweit für die Jahrgangsstufen 8-10 mit ein.

Aufgrund des anschaulichen und praxisnahen Unterrichts auf dem Campus entwickelten die Schüler schon bald die Idee, im Schuljahr 2014/15 ein USB-Solar-Ladegerät herzustellen: ein solarbetriebenes Minikraftwerk, mit dem sich alle elektronischen Geräte wie Smartphones oder Tablets laden lassen. Sie wählten für ihr USB-Solar-Ladegerät amorphe Solarzellen, die sich bei Versuchen hinter Fensterglas leistungsfähiger als monokristalline Solarzellen gezeigt hatten. Mit einer speziellen Software konstruierten sie die Leiterplatte und das Gehäuse ihres neuen Geräts. Dank der regionalen Begabtenförderung und der Unterstützung durch den VDE und VDI konnten die benötigten Bauteile beschafft werden.

Projektkontakt: Ralf Stöber - Ralf@Ralf-Stoeber.de

Auszug aus Pressemeldung Uni Bayreuth