Weltkugel Illustration Internetkonzept
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16.03.2016 Seite 27 0

Ingenieure der Zukunft bauen eine schwebende Weltkugel

Schüler aus fünf oberfränkischen Schulen (Graf-Münster- und Markgräfin-Wilhelmine Gymnasium, Bayreuth, Walter-Gropius-Gymnasium, Selb, Luisenburggymnasium, Wunsiedel und Otto-Hahn-Gymnasium, Marktredwitz) nahmen im Schuljahr 2015/16 an der regionalen Begabtenförderung teil, die in Zusammenarbeit des Graf-Münster-Gymnasiums, Bayreuth, mit dem Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik der Universität Bayreuth ins Leben gerufen wurde.

Unter fachkundiger Anleitung der Betreuer entwarfen die Schüler eine schwebende Kugel, von der sie auch eine Kleinserie anfertigten. Dabei kamen sie mit vielen Arbeitsweisen und Herausforderungen der Ingenieurwissenschaften in Berührung und erhielten Einblicke in die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth.

Die beteiligten Schüler präsentierten zum Abschluss ihr funktionsfähiges Gerät auf Veranstaltungen in Bayreuth und Wunsiedel. Die Wertschätzung und Anerkennung für das Geleistete zeigten viele Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und den Schulen, die den Einladungen zu den Veranstaltungen folgten. Unter ihnen waren Gudrun Brendel-Fischer MdL, Landrat Dr. Karl Döhler, der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberfranken Dr. Edmund Neubauer, Oberbürgermeister Ulrich Pötsch, die Bürgermeister Franz Rattler und Franz Dreher, die Schulleiter Tabea-Stephanie Amtmann, Rolf Müller, Joachim Zembsch und Stefan Niedermeier, der Vorsitzende des Fördervereins Fichtelgebirge Thilo von Glass und seine Stellvertreterin Sybille Kießling und der Leiter der VDE Zweigstelle Bayreuth Karl Fleischer.

Nach der Präsentation des Vorgehens und des Aufbaus des Geräts überreichten die Schüler jedem Schulleiter der beteiligten Schulen ein Gerät: „Wir haben viel gelernt und es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Wir möchten auch zukünftige Schüler von unserer Arbeit profitieren lassen und überreichen die Geräte für die physikalische Sammlung jeder Schule.“ Prof. Dr.-Ing. Gerhard Fischerauer, Inhaber des Lehrstuhls für Mess- und Regeltechnik, freute sich über den Erfolg und Würdigung des Projekt: „Die Anwesenheit von so vielen hochrangigen Vertretern aus der Politik, den Schulen und Verbänden zeigt, welch hohen Stellenwert die Bildung in Oberfranken genießt. Dies ist besonders wichtig, denn Deutschland ist ein rohstoffarmes Land, deswegen können wir nicht genug in die Bildung unseres Nachwuchses investieren und freuen uns schon auf die zukünftigen Ingenieure. Ich danke dem Ministerialbeauftragten, dem VDE und VDI sowie dem Förderverein Fichtelgebirge für die finanzielle Unterstützung.“

Die Kursleiter Ralf Stöber vom Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik sowie Konrad Deschler vom Graf-Münster-Gymnasium möchten die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen und den dortigen Betreuern fortführen: „Im nächsten Schuljahr planen wir den Bau einer Wetterstation, mit der wir dann über einige Monate die Wetterverhältnisse an den beteiligten Schulen aufzeichnen und auswerten wollen. Viele der teilnehmenden Schüler haben uns ihre Teilnahme bereits zugesagt.“

Ralf Stöber